
Neu ab Mai 2026: ADHS-Sprechstunde
Viele Erwachsene kommen mit dem Gefühl, „irgendwie ständig unter Strom zu stehen“, sich schlecht konzentrieren zu können oder im Alltag immer wieder an denselben Punkten zu scheitern. Manche beschreiben eine innere Unruhe, andere eher ein Gefühl von Überforderung, Erschöpfung oder dem ständigen Hinterhersein.
Nicht selten werden diese Erfahrungen zunächst als Stress, depressive Belastung oder persönliche Schwäche eingeordnet. Gleichzeitig wächst bei vielen Betroffenen irgendwann die Frage, ob hinter diesen Mustern auch eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) stehen könnte.
Die ADHS-Sprechstunde in meiner Praxis bietet einen geschützten Rahmen, dieser Frage nachzugehen – ohne vorschnelle Festlegung, aber mit fachlicher Klarheit.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Frage, ob eine ADHS vorliegt, sondern auch, wie sich Ihre individuellen Schwierigkeiten entwickelt haben und was sie im Kontext Ihrer Lebensgeschichte bedeuten. Denn Symptome entstehen nie isoliert, sondern immer im Zusammenspiel von Persönlichkeit, Beziehungserfahrungen und aktuellen Lebensanforderungen.
Die Abklärung erfolgt schrittweise über mehrere Termine hinweg. Zu Beginn steht ein ausführliches Gespräch, in dem Sie Ihr Anliegen schildern und wir gemeinsam eine erste Einordnung vornehmen. Im weiteren Verlauf wird Ihre biografische Entwicklung genauer betrachtet – insbesondere mit Blick auf Kindheit, schulische Erfahrungen, berufliche Anforderungen und zwischenmenschliche Beziehungen.
Ergänzend kommen standardisierte diagnostische Verfahren zum Einsatz, die helfen, die Symptomatik differenziert zu erfassen und von anderen möglichen Ursachen abzugrenzen. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei auch die sogenannte Differenzialdiagnostik: Viele Beschwerden, die mit ADHS in Verbindung gebracht werden, können auch im Rahmen anderer psychischer Belastungen entstehen.
Im abschließenden Gespräch werden die Ergebnisse gemeinsam besprochen. Sie erhalten eine fachliche Einschätzung sowie eine individuelle Empfehlung für das weitere Vorgehen. Das kann – je nach Situation – eine psychotherapeutische Begleitung, eine ergänzende ärztliche Abklärung oder auch konkrete alltagspraktische Strategien umfassen. Auf Wunsch erstelle ich Ihnen zudem einen schriftlichen Befundbericht.
Die Abrechnung erfolgt in meiner Privatpraxis nach der Gebührenordnung für Ärzt:innen (GOÄ, analog). Für die vollständige Abklärung im Rahmen der ADHS-Sprechstunde ist – abhängig vom individuellen Aufwand – mit Gesamtkosten von etwa 1.100 € zu rechnen.
Private Krankenversicherungen oder Beihilfestellen übernehmen die Kosten häufig ganz oder teilweise. Für gesetzlich Versicherte ist eine Durchführung in der Regel im Rahmen des Kostenerstattungsverfahrens möglich. Ich empfehle, dies vorab mit Ihrer Krankenkasse zu klären.
Wenn Sie unsicher sind, ob eine ADHS-Sprechstunde für Sie sinnvoll ist, können wir dies gern zunächst in einem persönlichen Gespräch gemeinsam klären.
Die ADHS-Sprechstunde startet ab Mai 2026.
Terminanfragen nehmen wir bereits jetzt gerne entgegen.
Warum kostet die ADHS-Diagnostik diesen Betrag?
Eine fundierte ADHS-Diagnostik im Erwachsenenalter ist deutlich mehr als ein einzelner Test oder eine kurze Einschätzung.
Ziel ist nicht nur die Beantwortung der Frage, ob eine ADHS vorliegt, sondern ein umfassendes Verständnis Ihrer individuellen Symptomatik und deren Entwicklung.
Die Diagnostik in meiner Praxis umfasst mehrere ausführliche Gespräche, eine differenzierte biografische Anamnese, strukturierte klinische Interviews sowie den Einsatz standardisierter Testverfahren. Darüber hinaus wird stets geprüft, ob alternative oder zusätzliche psychische Belastungen vorliegen, die ähnliche Symptome verursachen können.
Dieser mehrschichtige diagnostische Prozess erfordert Zeit, fachliche Erfahrung und eine sorgfältige Auswertung. Gleichzeitig ermöglicht er eine deutlich präzisere Einordnung als eine rein testbasierte Diagnostik.
Die Kosten spiegeln somit den Umfang und die Qualität der diagnostischen Abklärung wider – mit dem Ziel, Ihnen eine verlässliche Grundlage für weitere Entscheidungen und mögliche Behandlungswege zu bieten.
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Über mich: Pauline Fischer
Pauline Fischer, M.Sc. Psychologie in Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) Ich habe Psychologie an der University of Groningen (B.Sc.) studiert und anschließend meinen Master in Clinical Psychology an der University of Utrecht (M.Sc.) abgeschlossen. [...]

