Klarheit gewinnen. Sich selbst besser verstehen. Neue Wege entwickeln.
ADHS bei Erwachsenen erkennen und begleiten
ADHS bei Erwachsenen erkennen und begleiten
Viele Erwachsene leben jahrelang mit Erschöpfung, Selbstzweifeln oder dem Gefühl, ständig gegen sich selbst arbeiten zu müssen – ohne zu wissen, dass ADHS eine mögliche Ursache sein könnte.
Viele Erwachsene leben jahrelang mit Erschöpfung, Selbstzweifeln oder dem Gefühl, ständig gegen sich selbst arbeiten zu müssen. Ohne zu wissen, dass ADHS eine mögliche Ursache sein könnte.
Sie müssen Ihre Fragen nicht länger allein beantworten.
Wenn Sie sich in vielen der beschriebenen Erfahrungen wiederfinden, wünschen Sie sich wahrscheinlich vor allem eines: Klarheit.
Ob tatsächlich eine ADHS vorliegt oder andere Ursachen hinter Ihren Beschwerden stehen: eine sorgfältige Diagnostik kann helfen, Ihre Situation besser zu verstehen und den passenden nächsten Schritt zu finden.
Wir begleiten Sie dabei mit fachlicher Erfahrung, einer wertschätzenden Haltung und dem Blick auf den Menschen hinter den Symptomen. Wir bieten sowohl Einzeltherapie als auch Gruppentherapie an.
Das zeichnet unsere Arbeit aus:
Wie läuft die ADHS-Diagnostik ab?
Schritt 1: Erstgespräch
Im ersten Termin besprechen wir Ihre aktuelle Situation, Ihre Fragestellung und die Gründe für den Diagnostikwunsch.
Schritt 2: Biografische Anamnese
ADHS beginnt bereits in der Kindheit. Deshalb betrachten wir auch frühere Entwicklungsschritte, schulische Erfahrungen und wichtige Lebensereignisse.
Schritt 3: Fragebögen und Testverfahren
Zur Diagnostik gehören standardisierte Fragebögen, strukturierte Interviews sowie psychologische Testverfahren.
Schritt 4: Auswertung und diagnostische Einordnung
Alle Informationen werden gemeinsam ausgewertet und differenzialdiagnostisch eingeordnet.
Schritt 5: Befundgespräch und Empfehlungen
Sie erhalten eine ausführliche Rückmeldung zu den Ergebnissen sowie Empfehlungen für mögliche weitere Schritte.
So kann es nach der Diagnose weitergehen
ADHS bei Frauen
Warum ADHS bei Frauen häufig übersehen wird
Viele Frauen entwickeln bereits früh Strategien, ihre Schwierigkeiten auszugleichen.
- Sie organisieren mehr.
- Sie kontrollieren mehr.
- Sie leisten mehr.
- Nach außen wirken sie oft zuverlässig und angepasst.
- Innerlich fühlen sich viele dauerhaft erschöpft.
Nicht selten werden Beschwerden zunächst als Burnout, Depression oder Angststörung verstanden – während eine ADHS über viele Jahre unerkannt bleibt.
Was bedeutet eigentlich Neurodivergenz?
Der Begriff Neurodivergenz beschreibt, dass Menschen Informationen wahrnehmen, verarbeiten und erleben können, ohne dass dies zwangsläufig krankhaft ist. Häufig wird der Begriff im Zusammenhang mit ADHS oder Autismus-Spektrum-Störungen verwendet. Neurodivergenz ist dabei kein medizinischer Diagnosename, sondern ein Sammelbegriff für unterschiedliche Formen neurologischer Vielfalt.
Neurodivergenz ist für uns weder ein Makel noch eine Modeerscheinung. Menschen unterscheiden sich in ihrer Art zu denken, zu fühlen und Informationen zu verarbeiten. Gleichzeitig interessieren uns die Erfahrungen, die Menschen mit diesen Besonderheiten im Laufe ihres Lebens gemacht haben und welche Spuren diese hinterlassen haben.
NEU bei Psychotherapie Wedemark
ADHS-Gruppentherapie für Erwachsene ab Oktober 2026
Je nach individueller Situation kommen unterschiedliche Behandlungsansätze bei ADHS infrage. Unsere Gruppentherapie richtet sich an Menschen mit diagnostiziertem ADHS sowie an Personen, die sich aktuell in der Diagnostik befinden und ihre Schwierigkeiten besser verstehen möchten.
Weitere Angebote bei ADHS:
• Psychoedukation
• Psychotherapie
• Coaching
• medikamentöse Behandlung durch Fachärzt:innen
• Kombination verschiedener Verfahren
Warum Klarheit oft erst der Anfang ist.
Eine Diagnose kann erklären. Verstehen verändert.
Für viele Erwachsene ist eine ADHS-Diagnose zunächst ein Moment der Erleichterung. Plötzlich bekommen Erfahrungen, die sie über Jahre begleitet haben, einen Zusammenhang: die ständige Erschöpfung, die Selbstzweifel, das Gefühl anders zu sein oder trotz großer Anstrengung immer wieder an Grenzen zu stoßen.
Doch eine Diagnose verändert nicht automatisch die Spuren, die diese Erfahrungen hinterlassen haben.
Viele Menschen haben über Jahre Strategien entwickelt, um zu funktionieren, Erwartungen zu erfüllen oder Schwierigkeiten zu verbergen. Psychotherapie kann dabei unterstützen, diese Muster besser zu verstehen, den eigenen Umgang mit sich selbst zu verändern und neue Wege im Alltag, im Beruf und in Beziehungen zu entwickeln.
Wie kann es nach der Diagnostik weitergehen?
Eine ADHS-Diagnostik schafft zunächst Klarheit und hilft dabei, Beschwerden besser einzuordnen. Welche weiteren Schritte sinnvoll sind, hängt von Ihrer individuellen Lebenssituation, Ihren Zielen und den Ergebnissen der Diagnostik ab.
Gemeinsam besprechen wir, welche Unterstützung für Sie passend sein kann. Zum Beispiel in Form einer Einzelpsychotherapie oder einer Gruppentherapie. Zu den Kosten gibt es hier weitere Informationen.
Häufig gestellte Fragen
Ja. Viele Menschen erhalten ihre ADHS-Diagnose erst im Erwachsenenalter. Häufig wurden die Symptome in der Kindheit nicht erkannt oder durch gute Anpassungsstrategien kompensiert. Insbesondere bei Frauen wird ADHS noch immer häufig erst spät diagnostiziert. Eine sorgfältige Diagnostik berücksichtigt deshalb sowohl die aktuelle Symptomatik als auch die Entwicklungsgeschichte.
Die Diagnostik umfasst in der Regel vier bis fünf Termine à 50 Minuten. Dazu gehören ein ausführliches Anamnesegespräch, standardisierte Testverfahren, differenzialdiagnostische Interviews sowie eine abschließende Befundbesprechung. Der genaue Umfang richtet sich nach der individuellen Fragestellung.
Wenn vorhanden, sind Schulzeugnisse – insbesondere aus der Grundschulzeit – eine hilfreiche Ergänzung. Da ADHS bereits in der Kindheit beginnt, können sie wichtige Hinweise liefern. Eine Diagnostik ist jedoch auch möglich, wenn keine Zeugnisse mehr vorhanden sind. Dann stützen wir uns auf die biografische Anamnese und weitere diagnostische Informationen
Ja. Konzentrationsprobleme, innere Unruhe oder Organisationsschwierigkeiten können auch im Zusammenhang mit anderen psychischen Erkrankungen auftreten. Deshalb legen wir großen Wert auf eine sorgfältige Differenzialdiagnostik. Ziel ist nicht nur die Frage, ob eine ADHS vorliegt, sondern auch, welche weiteren Faktoren die Beschwerden erklären oder beeinflussen könnten.
Ja. Nach Abschluss der Diagnostik erhalten Sie einen ausführlichen schriftlichen Befund mit der diagnostischen Einschätzung, einer nachvollziehbaren Zusammenfassung der Ergebnisse sowie Empfehlungen für das weitere Vorgehen.
Ja. Derzeit planen wir eine ADHS-Gruppe für Erwachsene mit Schwerpunkt auf Psychoedukation, alltagsnahen Strategien und gegenseitigem Austausch. Gerne können Sie sich bereits unverbindlich vormerken lassen. Sobald die ersten Termine feststehen, informieren wir Sie.
Ja. Für die ADHS-Diagnostik in unserer Praxis benötigen Sie in der Regel keine Überweisung. Sie können sich direkt an uns wenden und einen Termin für ein Erstgespräch vereinbaren.
Da wir eine privatärztlich geführte Praxis sind, erfolgt die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärztinnen und Ärzte (GOÄ). Ob und in welchem Umfang die Kosten übernommen werden, hängt von Ihrem individuellen Versicherungsvertrag ab. Gerne informieren wir Sie vorab transparent über die zu erwartenden Kosten.
Ja. Nicht jede Person mit ADHS benötigt Medikamente. Psychotherapie kann helfen, den Alltag besser zu strukturieren, den Umgang mit Emotionen zu verbessern, den Selbstwert zu stärken und individuelle Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Ob zusätzlich eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, wird individuell besprochen.
Ja. Frauen zeigen häufig ein anderes Erscheinungsbild als Männer. Während Hyperaktivität oft weniger ausgeprägt ist, stehen innere Unruhe, Überforderung, emotionale Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme stärker im Vordergrund. Dadurch wird ADHS bei Frauen häufig erst im Erwachsenenalter erkannt.
